Fußreflexzonenmassage

Podologie Juliane Marth - Frühmessergasse 9, 34286 Spangenberg

Was ist eine Fußreflexzonenmassage?

Die Fußreflexzonenmassage ist eine spezielle Art der Reflexzonenmassage, bei der bestimmte Bereiche der Fußsohle mit der Hand stimuliert werden. Lesen Sie alles über die Fußreflexzonenmassage, wie sie funktioniert und welche Risiken sie birgt.

Die Fußreflexzonenmassage wird auch Fußreflexzonentherapie genannt. Sie gehört wie alle Arten der Reflexzonenmassage zu den sogenannten Umstimmungstherapien. Die Fußreflexzonenmassage basiert auf der Vorstellung, dass die Füße über Nervenbahnen mit allen Organen des Körpers verknüpft sind. Beispielsweise soll der Bereich unter dem großen Zeh mit der Hirnhälfte der gleichen Seite verbunden sein, ein bestimmter Bereich am Ballen des linken Fußes dagegen mit dem Herzen.

Treten schon bei leichtem Druck Schmerzen an den entsprechenden Stellen auf, soll das auf eine Erkrankung des entsprechenden Organs hinweisen. Über eine Massage der Bereiche lassen sich Beschwerden lindern und die Selbstheilungskräfte anregen. Die Fußreflexzonenmassage wird daher ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt. Lokal bewirkt die Fußreflexzonenmassage eine Verbesserung der Durchblutung und des peripheren Lymphabflusses.

Fußreflexzonenmassage hat alte Wurzeln

Die Fußreflexzonentherapie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch den amerikanischen Arzt William Fitzgerald begründet, der die Methode bei amerikanischen Ureinwohnern beobachtet hatte. Fitzgerald teilte dazu den Körper in zehn symmetrisch angeordnete Bereiche ein. In jedem dieser Bereiche sollen sich die Nervenendpunkte bestimmter Organe und Muskeln widerspiegeln. Die Fußreflexzonenmassage wurde aber auch schon im alten Ägypten angewendet und ist heute noch in weiten Teilen Asiens verbreitet. In den letzten Jahrzehnten hat sie die deutsche Heilpraktikerin Hanne Marquardt weiterentwickelt.

Wann führt man eine Fußreflexzonenmassage durch?

Die Fußreflexzonenmassage dient als unterstützende Maßnahme vor allem bei chronischen Erkrankungen:

  • Schmerzbehandlung
  • Erkrankungen des Skeletts oder der Muskulatur
  • Sportverletzungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Chronisch verstopfte Nase
  • Migräne
  • Kopfschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Allergien

Auch bei psychischen Belastungen kann die Fußreflexzonenmassage als ergänzende Therapie angewendet werden:

  • Schlafstörungen
  • Depression
  • Erschöpfungszustände
  • Stress

Was macht man bei einer Fußreflexzonenmassage?

Damit Ihre Therapeutin optimal auf Sie eingehen kann, wird  Sie zu Beginn nach der Art und Entstehung Ihrer Beschwerden fragen und eine Anamnese erheben. Gründe, die gegen eine Fußreflexzonenmassage sprechen, werden somit auch ausgeschlossen.

Während der gesamten Behandlung sollten Sie bequem sitzen oder liegen und weder schwitzen noch frieren.

Zunächst inspiziert Ihr Therapeut Ihre Füße auf Schwellungen, Rötungen, Hauttemperatur oder Wassereinlagerungen (Ödeme) vor der eigentlichen Fußreflexzonenmassage. Punkte werden durch leichten Druck aufgesucht. Dabei orientiert sich der Therapeut am sogenannten Rasterbild von Fitzgerald. Dieses unterteilt die Fußsohlen vertikal in zehn Zonen und horizontal in drei Zonen. Jede Zone repräsentiert bestimmte Organe oder Körperregionen. Grob entsprechen gemäß den Horizontalzonen die Zehen dem Kopf- und Halsbereich, der mittlere Teil des Fußes dem Thorax und Oberbauch und Ferse und Knöchelbereich den Organen von Bauch und Becken. Die Vertikalzonen ziehen sich vom Kopf bis zu den Füßen. Somit befinden sich beispielsweise die Augen in den Vertikalzonen 2 und 3 und projizieren sich auf die zweite und dritte Zehe.

Je nach Krankheitsbild variiert der Therapeut nun zwischen anregenden (tonisierenden) und beruhigenden (sedierenden) Griffen. Tonisierende Griffe sind eher schnelle meist kreisende Bewegungen, deren Druck zu- und abnimmt. Dadurch soll es neben Rötungen der Haut zu einer Aktivierung des zugehörigen Organs kommen. Sedierende Griffe haben sich bei Schmerzen bewährt. Die belastete Zone wird solange ohne Bewegung gedrückt, bis der Schmerz nachgelassen hat.

Eine Fußreflexzonenmassage dauert in der Regel zwischen 20 und 45 Minuten zwei bis drei Mal pro Woche, kann aber je nach Beschwerdebild variieren.

Zur Steigerung Ihres eigenen Wohlbefindens können Sie sich auch selbst eine Fußreflexzonenmassage geben. Schaubilder dienen dabei zur Orientierung. Mittlerweile gibt es sogar Socken, die die Zonen auf den Fußsohlen abbilden.

Was muss ich bei einer Fußreflexzonenmassage beachten?

Die Fußreflexzonenmassage sollte immer nur als unterstützende Therapie gesehen werden. Eine Studie in Jena 2006 zeigte zwar einmalig Hinweise auf die Wirksamkeit der Fußreflexzonenmassage, Wirkung oder gar Heilung werden dadurch jedoch nicht eindeutig bestätigt. Deswegen ist die Fußreflexzonenmassage auch keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Wenn Sie während der Fußreflexzonenmassage plötzliche Schweißausbrüche, ein Ansteigen Ihres Pulses, Übelkeit oder andere unangenehme Reaktion spüren, teilen Sie dies Ihrem Therapeutin umgehend mit. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Fußreflexzonenmassage von einer ausgebildeten Heilpraktikerin, Masseurin, Arzt/Ärztin oder Physiotherapeutin durchgeführt wird.